Verschiedenes Gemüse

Regional ist nicht gleich Regional

20.06.2022 - ⏱ 2 Minuten

Der Einkauf von regionalen Lebensmitteln wird für viele Menschen zu einem immer wichtigeren Thema. Allerdings ist der Begriff “Regionalität” gesetzlich nicht geregelt und es kommt zu einer uneinheitlichen Vorstellung des Begriffes unter den Lebensmittelherstellern sowie den Verbrauchern. Aufgrund fehlender gesetzlich vorgeschriebener Definitionen gibt es auch keine verbindlichen Kriterien bezüglich der Produkt- und Prozessqualität. Bei Produkten wie frischem Obst und Gemüse, vorverpacktem Fleisch, Milch- und Fleischprodukten sowie Eiern ist die Herkunftsbezeichnung jedoch gesetzlich geregelt.

Unternehmen können den Begriff “Regionalität” jederzeit für sich neu definieren, sodass regional gekennzeichnete Produkte aus umliegenden Regionen, Bundesländern, Deutschland oder sogar dem Ausland stammen können und somit überhaupt nicht regional sind. Denn Unternehmen betreiben oft „Greenwashing“, das heißt sie täuschen Verbraucher durch gezielte Fehlinformationen und gaukeln Verbrauchern vor, sie hätten soziale und ökologische unternehmerische Verantwortung. Mit Hilfe von Werbelügen, wie “aus regionaler Herkunft”, “regionaler Anbau” oder “aus der Region” versuchen Unternehmen, die Verbraucher zum Kauf des Produkts zu bewegen. Allerdings ist hier selten klar, auf welchen Teil des Produktes sich der Begriff „Regionalität“ bezieht.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte Produkte auf Wochenmärkten oder bei Direktvermarktern kaufen. Aber auch hier gilt: genau hinsehen, denn manchmal sind die angebotenen Waren nicht regionaler Herkunft. Da der Begriff „Regionalität“ oft verwirrend ist, definieren wir bei RegioShopper Waren als regional, die in einem Umkreis von 50 bis 100 km hergestellt werden.

Doch was sind eigentlich die Vorteile regionaler Lebensmittel?
Wir hören immer mehr von Menschen, die regionale Lebensmittel kaufen, um die Umwelt zu schonen. Das stimmt auch, denn regional produzierte Lebensmittel haben kürzere Transportwege, wodurch Treibhausgase eingespart werden. Neben dem Umweltschutz stärkt der Verbraucher mit seinem Kauf von regionalen Lebensmittel auch die regionale Wirtschaft. Denn das Geld geht an regional ansässige Erzeuger, die dieses wieder in der Region ausgeben können. So entsteht ein Kreislauf, bei dem das Geld in der Region bleibt und man aktiv gegen das Bauernsterben wirkt und langfristig Arbeitsplätze erhalten und geschaffen werden können. Zudem wird die Wertschätzung der Produzenten gesteigert, denn die Verbraucher beschäftigen sich mehr mit den Produkten, wodurch die Qualität und Arbeit mehr wertgeschätzt wird. Denn mit der Qualität ist ein besserer Aufschluss und Sicherheit bei den Produkten gegeben. Regionales Obst und Gemüse ist zum Beispiel meistens gesünder, weil sie ausgereift sind und einen höheren Vital- und Nährstoffgehalt aufweisen sowie einen besseren Geschmack bei saisonalem Obst besitzen.

Also guckt bei eurem nächsten regionalem Einkauf genau hin, was ihr kauft!

Möchtet ihr mehr über regionales einkaufen erfahren, dann könnt ihr euch unter diesem Link informieren:
https://www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/orientierung-beim-einkauf/regional-einkaufen/

Quellen

https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/kennzeichnung-und-inhaltsstoffe/regionale-lebensmittel-nicht-immer-aus-der-region-11403

https://www.regional-im-alltag.de/regionalitaet/