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Das haben wir auf der Bits & Bäume Konferenz 2022 erlebt

24.10.2022 - ⏱ 3 Minuten

Ende September waren wir auf der Bits & Bäume Konferenz in Berlin. Bits & Bäume ist eine Bewegung, die sich damit beschäftigt, wie einer der größten Transformationsprozesse unserer Zeit, die Digitalisierung, nachhaltig gestaltet werden kann und Fehler aus der Industrialisierung vermieden werden können.

Was ist eigentlich Bits & Bäume?

Dies ist bereits die zweite Konferenz dieser Art. Bereits 2018 kamen Interessierte und Mitglieder verschiedener Organisationen der Tech- und Nachhaltigkeits-Szene zusammen und diskutierten über eine nachhaltigere Digitalisierung. Daraus entstanden politische Forderungen, die auch in diesem Jahr wieder erneuert wurden. Dieses Jahr wurde außerdem der DIGITAL RESET Report verschiedener Forscher und Experten veröffentlicht, der die Herausforderungen der Digitalisierung auch noch mal in verschiedenen Branchen beleuchtet. Auch die Agrarbranche hat ein Kapitel erhalten, was wir uns natürlich sehr genau angeschaut haben.

Was haben wir erlebt?

Auf der Konferenz hatten wir die Möglichkeit, unsere Idee und unser Geschäftsmodell in einem kurzen Pitch vorzustellen und Fragen dazu zu beantworten. Eine großartige Jury hat unser Vorhaben speziell mit dem Blick auf seine Nachhaltigkeit geprüft und bewertet. Die Anmerkungen waren sehr hilfreich und werden uns auch in Zukunft noch begleiten. Herzlicken Glückwunsch auch an die Gewinner “Fainin” und “Timeprints”.

Pitch auf der Bits & Bäume mit Jury

Erkenntnis I: nachhaltige Digitalisierung ist wichtig

Neben dem Pitch-Event gab es außerdem eine Reihe interessanter Vorträge zu unterschiedlichen Themenstellungen. Eins ist uns bei den Vorträgen und Gesprächen auf der Konferenz klar geworden: Die Digitalisierung hat bereits an einigen Stellen die falschen Abzweigungen genommen, die kurz- und langfristig zu Problemen in unserer Gesellschaft führen werden. Sei es die geplante Obsoleszenz bei Hardware durch immer größere und ressourcenintensive Betriebssysteme, schlechte Reparierbarkeit und Recyclingfähigkeit dieser, sowie die intransparenten Lieferketten der für die Produktion notwendigen Rohstoffe. Oder die immer größer werdenden Datenberge mit alten, unwichtigen und doppelten Informationen, die die Webserver unserer Welt verstopfen und deren Ressourcen verbrauchen. Auch die immer größer werdende Macht der großen Tech-Unternehmen mit ihren zentralen Plattformen birgt eine Gefahr der Beeinflussung und Manipulation von Gruppen, die aktuell nicht ausreichend von diesen adressiert wird, speziell im globalen Süden.

Erkenntnis II: Energieeffiziente Software is a thing

Ein persönliches Anliegen war uns das Thema energieeffiziente Software, da es uns im Alltag bei der Entwicklung unserer Lösungen immer wieder begleitet. Hier hat uns die Entwicklung der Möglichkeiten, die auf der Konferenz vorgestellt wurden, sehr gefreut. Neben verschiedenen Siegeln zur Darstellung von ressourcen- und energieeffizienter Software, wie dem Blauen Engel, beschäftigen sich auch einige Organisationen mit der Messung und Sichtbarmachung von Energiebedarf von Softwaresystemen, wie zum Beispiel Green Software Berlin.

Außerdem hatten wir die Chance, unsere Webseite auf ihre Energieeffizienz testen zu lassen. Hier konnten wir das Siegel für klimabewusste Webseiten von Cleaner Web erlangen. Die Experten von Cleaner Web haben uns zusätzlich viele Tipps gegeben, wie wir unsere Webseite noch effizienter machen können. Das Siegel findet ihr ab sofort auf unserer Webseite.

Wie geht es weiter?

Wir werden auch weiter versuchen, jede unserer Lösungen so nachhaltig wie möglich auszugestalten. Speziell bei der Messung der Energieverbräuche möchten wir in den nächsten Monaten noch mehr machen und unsere Software weiter optimieren. Hier suchen wir ab sofort Interessierte, die dies in Form von Abschlussarbeiten bearbeiten möchten. Meldet euch bei Interesse gerne bei uns!

Julian

Julian